„Herr der Ringe“-Drehorte in Neuseeland auf eigene Faust erkunden

Einer der Gründe, warum ich unbedingt nach Neuseeland reisen wollte, war es, die Landschaften aus den „Herr der Ringe“-Filmen einmal mit eigenen Augen zu sehen. Ich bin großer Fan der von Tolkien geschaffenen Welt rund um Mittelerde und habe sowohl die Filme zahlreiche Male gesehen, als auch die Bücher gelesen (inklusive dem Silmarillion). Für meine Neuseeland-Reise habe ich dann einige Stopps an „Herr der Ringe“-Drehorten eingeplant. Welche sich besonders lohnen und welches Buch mir bei der Planung geholfen hat, liest du hier.

Hintergründe zu den „Herr der Ringe“-Dreharbeiten in Neuseeland

Im Oktober 1999 begannen die Dreharbeiten zur aufwendig produzierten „Herr der Ringe“-Trilogie. Der Regisseur Peter Jackson hatte dafür passende Drehorte in seinem Heimatland Neuseeland ausfindig gemacht, das inzwischen sehr eng mit dem Bild von Mittelerde verknüpft ist. Gefilmt wurde etwa im Tongariro-Nationalpark, an verschiedenen Orten rund um Queenstown, aber auch rund um Wellington und in den eigens dafür eingerichteten Filmstudios. Auch wurden aufwendige Kulissen wie für Hobbiton und Helms Klamm errichtet. Einige Drehorte waren wiederum so abgelegen, dass sie nur per Hubschrauber erreicht werden konnten. Zudem wurden zahlreiche Unternehmen und Einwohner:innen als Unterstützung angeheuert, etwa für Filmaufnahmen aus der Luft, für die Arbeit an dem „Einen Ring“ oder als Statist:innen für Schlachtszenen. Im ganzen Land verteilt finden sich Verbindungen zu den Filmen. Einige der Drehorte kannst du aber auch super auf eigene Faust erkunden.

Hobbiton Movie Set

Das Hobbiton Movie Set liegt nahe der Stadt Matamata und ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf der Nordinsel von Neuseeland. In der Hauptsaison besuchen täglich mehrere tausend Tourist:innen das Filmset, viele davon ohne die Filme jemals gesehen zu haben.

Das Haus von Sam Gamdschie im Hobbiton Movie Set

Hobbiton liegt inmitten von grünen Hügeln auf einer großen Schaffarm und wurde von Location-Spottern aus einem Hubschrauber heraus entdeckt. Für den ursprünglichen Dreh wurde das Set mit einfachen Mitteln gebaut und später wieder entfernt. Als es dann erneut für die Dreharbeiten an „Der Hobbit“ aufgebaut wurde, wurde langfristiger gedacht und seitdem kann man das Set in geführten Touren besichtigen.

Das Hobbtion Movie Set versteckt sich zwischen grünen Hügeln.

Bei der Tour bist du dann in einer Gruppe unterwegs, wirst erst mit einem Bus vom Besucherzentrum „The Shire“ bis zum Set gefahren, dann geht es in einer festgelegten Route an den süßen Hobbithöhlen vorbei. Die Kulisse ist in liebevoller Detailarbeit gestaltet worden, sodass dir überall neue Dinge auffallen werden. Auch gibt es Hobbithöhlen in verschiedenen Größen, die für Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven genutzt wurden. Übrigens wurden hier nur Außenaufnahmen gedreht. Die eingerichteten Hobbithöhlen, die du am Ende der Tour besichtigen kannst, wurden erst wesentlich später, aber im gleichen Stil wie die Filmsets damals im Studio, hinzugefügt. Zum Abschluss kannst du dann ein kaltes Getränk im Grünen Drachen genießen, bevor der Bus dich wieder zurück zu „The Shire“ bringt.

Ich vor Bilbos Hobbithöhle im Hobbiton Movie SetGasthaus Grüner Drache im Hobbiton Movie Set

Ich habe Hobbiton im Rahmen eines Tagesausflugs von Auckland* (Affiliate-Link) besucht, der das Filmset und die Waitomo Caves mit den leuchtenden Glühwürmchen kombiniert. Geführte Touren werden auch von Rotorua aus* (Affiliate-Link) angeboten, oder du fährst selbst mit dem Auto zu „The Shire“. Tickets solltest du in jedem Fall besser vorab buchen. Die normale Filmset-Tour* (Affiliate-Link) kostet aktuell 130 NZD pro Person für Erwachsene (Stand 2026).

„Herr der Ringe“-Drehorte im Tongariro-Nationalpark

Der Tongariro-Nationalpark ist auch abseits von der „Herr der Ringe“-Welt unbedingt einen Besuch wert. Der älteste Nationalpark des Landes gehört zum UNESCO-Welterbe und seine vulkanische Landschaft und die markanten Berge sind die perfekte Szenerie für Mittelerde. Hier wurde an mehreren Orten gedreht, insbesondere für Szenen in Mordor.

ich stehe neben einem Kiwi Straßenschild im Tongariro Nationalpark in Neuseeland

Mount Doom/Schicksalsberg – Mount Ngauruhoe

Der markante Kegel vom Mount Ngauruhoe ist weithin über den Nationalpark sichtbar und sticht mit seiner Höhe von 2.291 und der typischen Vulkanform ins Auge. Genau so stellt man sich den Schicksalsberg vor. Da der Berg für die Maori heilig ist, ist es nicht erlaubt auf den Gipfel zu wandern. Über das beliebte Tongariro Alpine Crossing kommst du aber sehr nah dran und genießt bei guter Sicht traumhafte Ausblicke auf den Berg. Aber auch auf einfacheren Wanderungen im Tongariro-Nationalpark hast du den Berg gut im Blick. Meine Fotos habe ich auf der etwa 6km langen Rundwanderung zu den Taranaki Falls und am Rand der Straße 47 nördlich vom National Park Village gemacht.

Ich an der Grenze zu Mordor mit Blick auf den Mount Ngauruhoe.

Gollum’s Pool – Mangawhero Falls

Wenn du den Markierungen auf Google Maps folgst, findest du im Tongariro-Nationalpark zwei verschiedene Orte, die als Gollum’s Pool bezeichnet werden. Auch wenn die Tawhai Falls an der 48 den kurzen Stopp wert sind, die eigentliche Drehlocation befindet sich an den Mangawhero Falls, im Süden. Dafür folgst du der Ohakune Mountain Road etwa 13km bis zu einer kleinen Parkbucht. Dann sind es nur noch etwa 5min bis zum Aussichtspunkt über dem Wasserfall. Wenn du etwas mehr Zeit hast, solltest du noch eine weitere der möglichen Wanderrouten, die von der Straße aus starten, einplanen.

Mangawhero Falls mit Mount Ruapehu im Hintergrund.

„Herr der Ringe“-Drehorte rund um Queenstown

In der Gegend rund um Queenstown kannst du viele kleinere „Herr der Ringe“-Drehorte entdecken. Manche davon sind gar nur wenige Sekunden im Bild zu sehen. Dafür sind sie meist relativ einfach zugänglich und können auf eigene Faust erkundet werden, aber auch geführte Touren* (Affiliate Link) sind möglich.

Argonath River – Kawarau Gorge

In „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ paddelt die Gemeinschaft von Lothlorien über den Anduin und vorbei an den Argonath, zwei riesigen Felsstatuen der früheren Könige von Gondor. Während die Statuen später digital ergänzt wurden, wurden die Aufnahmen des Anduin in der Kawarau Gorge, in der Nähe von Queenstown, gedreht. Der eigentliche Ausschnitt ist nur über eine Schotterstraße erreichbar, die steil zur Schlucht hin abfällt. Da wir dort mit unserem gemieteten Van gar nicht lang fahren durften, haben wir ein Stück vorher an der berühmten Suspension Bridge einen Blick auf die Schlucht geworfen.

Steile Felsen über dem Fluss in der Kawarau Gorge

Ford of Bruinen – Arrowtown

Arrowtown ist eine kleine Stadt nördlich von Queenstown und lohnt als alte Goldgräberstadt auch abseits von Herr der Ringe einen Besuch. Dort gibt es nach einem kurzen Spaziergang gleich zwei kleine Drehorte zu sehen. Für den ersten folgst du ein Stück dem Arrow River Track nach Norden. Dieser verläuft vom großen Parkplatz aus am Fluss entlang, und wenn der breite Weg im Fluss endet, hast du den Drehort auch schon erreicht: die Ford of Bruinen. Hier wurden Teile der Szenen gedreht, in denen die Ringgeister Arwen und Frodo verfolgen und schließlich dank der Macht der Elben von den Fluten des Flusses davon gespült werden.

Ford of Bruinen Drehort am Fluss bei Arrowtown

Gladden Fields – Arrowtown

Ein Stück weiter flussabwärts wurde eine Szene gedreht, die nur sehr kurz im ersten Film zu sehen ist. Und zwar die, wie Isildur vom Ring betrogen und von Orks überfallen wird. Die Bäume entlang des Wegs stehen hier noch genauso wie im Film. Allerdings wurde hier im Winter gedreht, deshalb ist der Ausschnitt bei belaubten Bäumen etwas schwer zu erkennen.

Herr der Ringe Drehort am Fluss bei Arrowtown

Ithilien – 12 Mile Delta

Eine meiner liebsten Szenen in Herr der Ringe ist die, in der Sam die Olifanten sieht. Um diesen und ein paar weitere Drehorte für Ithilien zu besuchen, kannst du in der Nähe von Queenstown eine kleine Wanderung unternehmen. Du findest hier eine Mischung aus Wald und felsigeren Landschaften, mit kleinen Wasserfällen, Bächen und Schluchten. Genau wie in Ithilien eben. Am besten parkst du dafür auf dem kleinen Wanderparkplatz kurz hinter dem 12 Mile Delta und folgst der Beschilderung Richtung Bob’s Cove. Falls du hier übernachten willst, gibt es auch einen einfachen Campingplatz. Wir sind dem Weg nur für etwa eine halbe Stunde gefolgt, bis wir den Drehort gefunden hatten. Die Landschaft ist aber auch so super schön und eine längere Tour bis zur Bucht am See lohnt sich bestimmt.

Ithilien Drehort von Herr der Ringe

Isengard – Dart River

Den letzten Drehort in meiner Liste findest du bei Google Maps unter dem Stichwort „Isengard Lookout“. Das Setting für den schwarzen hohen Turm (Orthanc) könnte mit dem breiten Flusstal zwischen hohen, schneebedeckten Bergen nicht besser gewählt sein. Das Panorama der Berge siehst du übrigens schon auf der Fahrt nach Glenorchy. Am Isengard Lookout gibt es eine kleine Parkbucht vor der Brücke, dann kannst du den Ausblick entweder von der Brücke genießen, oder du läufst bei niedrigem Wasserstand unter der Brücke hindurch. Von Queenstown aus werden auch Bootstouren auf dem Dart River* (Affiliate-Link) angeboten. Weiter das Flusstal hinauf befinden sich übrigens noch mehr „Herr der Ringe“-Drehorte, auch für die erste Staffel von „Die Ringe der Macht“ wurde hier gefilmt. Diese sind jedoch nicht mehr so einfach zugänglich.

Flusslandschaft vor Schneebedeckten Gipfeln am Dart River

Weitere Tipps zur Planung deiner „Herr der Ringe“-Tour durch Neuseeland

Abgesehen vom Hobbiton Movie Set, das man sowieso nur im Rahmen einer Tour besichtigen kann, habe ich alle Drehorte auf eigene Faust besucht. Dabei war ich insgesamt fast vier Wochen mit dem Campervan in Neuseeland unterwegs und die Stopps bei den Drehorten waren nur ein kleiner Teil der Highlights bei meinem Roadtrip. Unterwegs habe ich mir das „Lord of the Rings – Location Guidebook“ von Ian Brodie gekauft. Darin gibt es spannende Insights zu den Locations inklusive der Geodaten. Der Autor hat ein zweites Werk zu Drehorten von „Der Hobbit“ veröffentlicht. Beide gab es in Neuseeland in einigen Tourist-Infos zu kaufen.

Als Gandalf verkleidete Kiwi Figur

Neben Queenstown ist die Hauptstadt Wellington auf der Nordinsel ein super Ausgangspunkt, um „Herr der Ringe“-Drehorte zu besichtigen. Dort wurde selbst an so zentralen Orten wie dem Mount Victoria gedreht. In dem Fall für die Szenen, als die Hobbits das Auenland verlassen und sich neben dem Weg vor den schwarzen Reitern verstecken. Wer Zeit hat, sollte unbedingt einen Besuch in der Weta Cave einplanen. Dort bekommst du einen Blick hinter die Kulissen der Requisiten-Fertigung und einige der von dem Unternehmen gemachten Artefakte werden hier ausgestellt. Neben Herr der Ringe und Der Hobbit gehörten Avatar und Black Panther zu den bekanntesten Filmen, für die hier gearbeitet wurde. Mehr Tipps zu den Drehorten in Wellington gibt es bei Weltwunderer.

Werbung/Rezensionsexemplar

Cover des Inoffiziellen Herr der Ringe Reiseführers von Jenny Menzel

Die Autorin des Blogs, Jenny Menzel, hat übrigens dieses Jahr erst den „infoffiziellen Herr der Ringe Reiseführer“* (Affiliate-Link) im Bruckmann-Verlag herausgebracht. Ich durfte das Buch als Rezensionsexemplar lesen und kann es für die Planung ebenfalls sehr empfehlen. Du findest darin über 60 Drehorte von „Der Herr der Ringe“, „Der Hobbit“ und der Serie „Ringe der Macht“, größtenteils in Neuseeland. Dazu gibt es ausführliche Beschreibungen, Geodaten, spannende Hintergrundgeschichten und einige Geheimtipps. Mir hat es viel Spaß gemacht, bei der Lektüre gedanklich erneut durch Neuseeland und Mittelerde zu reisen und am liebsten würde ich gleich die nächste Reise planen.

Weiterlesen zu Neuseeland:
Abel Tasman Nationalpark – ein Tag unterwegs auf dem Coast Track
Rotorua: 3 Tage zwischen Geysiren, Maori-Tradition und Kiwis
Ein Tag in Auckland

Rezept: Couscous Salat mit Paprika, Tomate und Gurke (vegan und einfach)

Heute gibt es mal wieder ein Rezept für einen einfachen Sommersalat. Der ist erfrischend, leicht und würzig und schmeckt sowohl allein gut, als auch als Beilage zum Brunch oder beim veganen Grillen. Inspiriert ist mein Couscous Salat von Rezepten, wie ich sie aus dem Balkan kenne. Ich habe ihn jetzt mit einfachen Zutaten umgesetzt.

veganer Couscous Salat mit Paprika, Gurke und Tomate

Zutaten für ca. 2 große Portionen
120g Couscous (ich hatte einen auf Kichererbsen/Linsen Basis)
150ml Wasser
4EL Olivenöl
2EL weißen Essig
1EL Agavendicksaft
Salz, Pfeffer
1 rote Paprika
1/3 Salatgurke
6 Mini-Strauchtomaten
2 Handvoll glatte Petersilie (gehackt)

Zubereitung:
1. Das Wasser salzen, mit 1EL Olivenöl mischen, aufkochen und den Couscous darin je nach Packungsanweisung etwa 5-10min quellen lassen. Danach etwas durchmischen und auflockern.
2. Währenddessen das Gemüse waschen, die Paprika entkernen und in kleine Stücke schneiden, Gurke und Tomaten ebenfalls in kleine Stücke schneiden.
3. In einer Schüssel das restliche Olivenöl mit Essig und Agavendicksaft mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Die Petersilie, das kleingeschnittene Gemüse und den fertigen Couscous hinzugeben, alles gut durchmischen und vor dem Servieren noch mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

veganer Couscous Salat mit Paprika, Gurke und Tomate

Couscous ist eine Beilage, die ich eigentlich viel öfter in meinen Speiseplan integrieren könnte. Schließlich schmeckt sie nicht nur im Salat super, sondern auch mit gemüselastigen Soßen und ist damit eine gute Abwechslung zu den klassischen Beilagen Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Bisher gibt es aber erst ein anderes Rezept auf dem Blog mit Couscous: das für Couscous Spargel Salat. Normalerweise besteht Couscous aus Hartweizengrieß. Ich habe hier eine Variante auf Basis von Kichererbsen und Linsen verwendet. Dadurch enthält mein Couscous Salat nicht nur mehr wertvolle Zutaten, sondern ist obendrein auch noch proteinreich. Du kannst aber natürlich auch normalen Couscous verwenden.

Auch in dieser Variante verwende ich reichlich frisches Gemüse im Salat. Mit frischer Paprika, Tomaten und Gurke wird der auch schön bunt. Außerdem verwende ich reichlich frische Petersilie. Die gibt dem Ganzen nochmal mehr Geschmack, liefert reichlich Vitamin A, C und K und passt ganz hervorragend in den Salat.

veganer Couscous Salat mit Paprika, Gurke und Tomate

Ich habe den Couscous Salat diesmal als leichte Hauptmahlzeit gegessen. Er macht sich aber auch gut als Beilage beim Brunch oder beim Grillen und ist dabei eine gute Abwechslung zum klassischen Nudel- oder Kartoffelsalat. Falls du noch mehr leckere Sommersalat suchst, schau mal in meine Übersicht veganer Rezepte für Salate und Bowls. Dort findest du viele kreative Ideen mit den unterschiedlichsten Zutaten. Etwa mit rotem Pesto-Dressing, saisonal mit Erdbeeren und Spargel oder proteinreich mit knusprig angebratenem Tempeh.

Weitere proteinreiche Rezeptideen:
Paprika-Bohnen-Pfanne mit Quinoa
Rucolasalat mit Linsen und Tempeh
Zucchinispaghetti mit Linsenbolognese

Abel Tasman Nationalpark: ein Tag unterwegs auf dem Coast Track

An der Nordküste von Neuseelands Südinsel findet man einen der schönsten Nationalparks des Landes: den Abel Tasman. Der Park vereint Regenwälder und Meeresschutzgebiete in einem und lässt sich sowohl zu Fuß, als auch auf dem Wasser erkunden. Meine Tipps für einen Tag im Abel Tasman Nationalpark findest du hier.

Wald trifft auf Meer im Abel Tasman Nationalpark

Der Abel Tasman Nationalpark

Gelegen im Norden der Südinsel, vereint der Abel Tasman Nationalpark Regenwälder und Küstengebiete. Mit 225 km² ist er der kleinste Nationalpark in Neuseeland und über Taxiboote entlang der Küste relativ gut zugänglich, sodass du ihn auch mit wenig Zeit gut erkunden kannst. Der subtropische Regenwald hier unterscheidet sich deutlich von den sonst meist alpinen Landschaften der anderen Nationalparks auf der Südinsel. Daneben gibt es immer wieder goldgelbe Sandstrände, die du mit dem Kajak erkunden kannst. Außerdem bietet die Küstenregion neben zahlreichen heimischen Vögeln eine geschützte Heimat für Pinguine, Robben und Delfine.

Kajaks an einem Strand im Abel Tasman Nationalpark

Abel Tasman Coast Track – Great Walks in Neuseeland

Die Great Walks von Neuseeland sind 11 mehrtägige Wanderrouten, die durch die schönsten Landschaften des Landes führen. Einer davon ist der Abel Tasman Coast Track. Der führt über 51 km an der Küste des gleichnamigen Nationalparks entlang und kann in 3-5 Tagen erwandert werden. Durch die Anbindung per Boot sind aber auch kürzere Tagestouren auf einzelnen Abschnitten möglich. Falls du den ganzen Track läufst, kannst du zwischendurch in Camps oder Hütten übernachten. Auch organisierte Touren sind buchbar.

Der Abel Tasman Coast Track ist gut ausgeschildert.Felsige Küste mit Wäldern im Abel Tasman Nationalpark

Ein Tag unterwegs auf dem Abel Tasman Coast Track

Auf unserem Roadtrip durch Neuseeland hatten wir einen ganzen Tag für eine Wanderung auf dem Coast Track eingeplant. Gebucht hatten wir einen Platz für unsern Camper für zwei Nächte im Marahau Beach Camp, dem kleinen Ort direkt am Rande des Nationalparks. Der bessere Ausgangspunkt für Tagestouren wäre jedoch das noch wenige Kilometer südlich gelegene Kaiteriteri. Von hier starten die meisten Touren und Taxiboote. Auch die von uns gebuchte Tour* (Affiliate-Link), eine Kombination aus Bootsfahrt und Wanderung auf dem Abel Tasman Coast Track.

Früh morgens holen wir unsere Tickets am Schalter ab und frühstücken noch gemütlich in der Sonne, bevor wir auf das Boot steigen. Der Katamaran kann einfach bis an den Strand heranfahren und klappt dann einen kleinen Steg aus. Langsam fahren wir aus der Bucht und an der Küste entlang.

Auf dem Hinweg halten wir an mehreren Sehenswürdigkeiten des Abel Tasman Nationalparks, wie dem Split Apple Rock, einem in der Mitte gespaltenen Fels, und bei der Insel Motuareronai, wo wir ein paar neuseeländische Seebären beobachten können. Dann klappern wir mehrere kleine Buchten ab, wo das Boot am Strand anlegt und Passagiere aus- oder zusteigen. Auch das Gepäck von einigen Wanderern wird mit dem Taxiboot transportiert.

Split Apple Rock, der rund Fels ist genau in der Mitte zerteiltNeuseeländische Seebären vor der Küste

Für uns geht es am Medlands Beach raus. Von hier wollen wir den Coast Track bis zur Anchorage Bay laufen. Die Strecke beträgt etwas mehr als 10 km und ich würde sie als einfach bis moderat einordnen. In Anchorage Bay werden wir später wieder mit dem Taxiboot abgeholt.

Die kleine Bucht Medlands Beach ist der Startpunkt unserer Wanderung auf dem Coast Track.

Der Coast Track führt zunächst etwas bergauf und in den Regenwald. Hier ist alles voll von den für Neuseeland typischen Farnen, verschiedenen Moosen und anderen grünen Pflanzen. Einige Bäume fallen mit schwarzer Rinde ins Auge und sehen dadurch fast wie verbrannt aus. Dabei handelt es sich um Black Beech Trees, also Schwarzbuchen, deren Rinde oft von einem schwarzen
Pilz besiedelt ist.

Im Gebüsch entdeckten wir einen kleinen Vogel, der einem Kiwi gar nicht unähnlich sieht. Durch Infos von der Tour sind wir aber sehr schnell sicher: Da der Vogel tagaktiv ist, haben wir hier einen Weka vor uns. Später sollen uns noch mehrere Vögel dieser Art begegnen. Wekas sind genau wie Kiwis Bodenbrüter und flugunfähig und lassen sich abgesehen von der Tageszeit gut an dem wesentlich kürzeren Schnabel unterscheiden. Damit sind die frechen kleinen Vögel immer auf der Jagd nach etwas Essbarem, also passt auf eure Snacks auf und füttert die Tiere nicht.

Ein Weka, dieser Vogel sieht dem Kiwi recht ähnlich

Da wir eine feste Abholzeit am nächsten Strand haben, bleibt keine Zeit für ausgiebige Pausen. Trotzdem nutzen wir eine Bank mit Blick auf die Küste für ein kleines Picknick. Auf dem Coast Track kommen hin und wieder Ausblicke auf leuchtend gelben Sandstrände zum Vorschein. Auch eine Hängebrücke über den Falls River müssen wir überqueren. Später geht es durch den kleinen Ort Torrent Bay, hier gibt es einige der wenigen Häuser im Nationalpark.

Strände in der Torrent Bay bei Low Tide

Ab Torrent Bay gibt es zwei Varianten des Coast Tracks: die Reguläre über ca. 6 km an Land und den Low Tide Track, bei dem man mit nur 2 km bei Ebbe ein Stück abkürzen kann. Diese Alternative ist natürlich nur zu bestimmten Zeiten rund um die Low Tide begehbar und führt dann durch den nassen Sand, teilweise durch Schlick und durch niedrige Priele. Markiert ist die Strecke mit rot-orangenen Holzbohlen. Wir haben uns vorab nicht über die Gezeiten informiert und fragen darum kurzerhand einen anderen Wanderer, dem wir uns für das kurze Stück anschließen. Der ist mit Wandersandalen besser ausgestattet für die Wattwanderung, wir bekommen in den Prielen dagegen ziemlich schnell nasse Schuhe.

Zum Strand in Achorage Bay ist es dann zum Glück nicht mehr weit und wir können dort unsere Schuhe und Socken ausziehen und sie noch etwas in der Sonne trocknen lassen, bevor wir wieder auf das Boot zurück nach Kaiteriteri steigen.

Taxiboote wie dieser Katamaran können an vielen Stränden im Nationalpark anlegen.

Praktische Infos zur Tagestour auf dem Abel Tasman Coast Track

Gebucht haben wir unsere Tagestour auf dem Abel Tasman Coast Track vorab über Getyourguide* (Affiliate-Link). Du kannst hier zwischen verschiedenen Varianten wählen. Bei jeder davon läufst du einen anderen Abschnitt des Coast Tracks und somit unterscheiden sich die Buchten, in denen du aus- und einsteigst, und die Abholzeiten ein wenig. Ich fand unsere Variante B ideal, um an einem Tag möglichst viel vom Abel Tasman Nationalpark zu sehen, hätte für die Wanderung aber gerne etwas mehr Zeit gehabt. Die kannst du dir theoretisch nehmen, wenn du schon beim ersten Stopp am Medlands Beach aussteigst. Wir sind, nach dem eigentlichen Plan erst noch bis zum nördlichsten Stopp des Bootes und dann wieder zurück mitgefahren.

Daten zur Tour:

Abel Tasman Coast Track – Medlands Beach bis Anchorage Bay via Low Tide Route
Länge: 6,75km
Höhenmeter: 140hm bergauf, 160hm bergab
Dauer: 2,5 Stunden
Route zum Nachwandern auf Komoot
Informiere dich vor deiner Wanderung unbedingt über die aktuellen Gezeiten und laufe die Low Tide Route nur, wenn es unbedenklich ist.

Weiterlesen zu Neuseeland:
Neuseeland – Highlights auf der Nordinsel
Tongariro Nationalpark – einfache Wanderungen

9 vegane Rezepte mit Erdbeeren

Erdbeeren sind mit Abstand meine liebste Sommerfrucht. Auch wenn ich sie gerne pur snacke, gibt es doch zahlreiche Gerichte, die damit noch besser schmecken. Welche das sind und meine liebsten veganen Rezepte mit Erdbeeren habe ich für dich hier zusammengefasst.

vegane Rezepte mit Erdbeeren, Titelbild mit Schriftzug und frischen Erdbeeren

Erdbeermarmelade

Starten wir mit einem Klassiker: extra fruchtiger Erdbeermarmelade. Die ist ideal, um den Geschmack auch über die Saison hinaus haltbar zu machen. Dafür werden besonders reife Früchte mit etwas Zitronensaft und Gelierzucker im Verhältnis 3:1 eingekocht.

verschiedene Gläser mit frisch gekochter Erdbeermarmelade und ein paar frische Erdbeeren

Tipps und Tricks zum (Erdbeer-)Marmelade selbst einkochen

Erdbeer-Nektarinen-Smoothie

Im Sommer trinke ich besonders gerne frische Smoothies und Erdbeeren machen sich sehr gut in den verschiedensten Kombinationen. Hier zusammen mit Banane, Pflanzendrink und saftigen Nektarinen für eine noch fruchtigere Note.

Erdbeer-Nektarinen Smoothie

Zum Rezept für den Erdbeer-Nektarinen-Smoothie

Erdbeer-Smoothie-Bowl

Für eine einfachere Frühstücksvariante, püriere ich Erdbeeren, Banane und veganen Joghurt in einer Bowl. Das schmeckt nicht nur besser als fertiger Fruchtjoghurt, ich kann auch den sonst meist zugesetzten Zucker weglassen. Obendrauf kommen dann Toppings nach Wahl.

Erdbeer Smoothie Bowl

Zum Rezept für die Erdbeer-Smoothie-Bowl

Wildkräutersalat mit Erdbeeren

Der Großteil meiner veganen Erdbeer-Rezepte ist zwar süß, die Frucht passt aber auch super zu herzhaften Gerichten wie diesem Salat. Kombiniert mit würzigen Wildkräutern wie Rucola und eiweißreichen Kürbiskernen kommt der Geschmack der Erdbeeren gut zur Geltung. Außerdem bieten sie optisch einen tollen Kontrast zum Grün und die Vorspeise wird zum Hingucker.

Wildkräutersalat mit Erdbeeren

Zum Rezept für Wildkräutersalat mit Erdbeeren

Vegane Erdbeer-Cupcakes

Meine veganen Erdbeer-Cupcakes bestehen aus einer Basis aus einfachem, hellen Cupcaketeig, gefüllt mit Erdbeermarmelade und mit einem Topping aus veganer Erdbeer-Sahne und je einer angeschnittenen reifen Frucht. Einfach, aber immer wieder lecker.

vegane Erdbeer Cupcakes

Zum Rezept für vegane Erdbeer-Cupcakes

Erdbeer-Bananen-Muffins

Für meine Erdbeer-Bananen-Muffins habe ich sehr kleine Beeren verwertet und im Teig Banane als Eiersatz verwendet. Das Rezept eignet sich somit sehr gut, um übrig gebliebenes Obst zu verarbeiten. Wenn du den Zucker reduzierst, kannst du die Muffins auch gut als Snack für (kleinere) Kinder backen.

Erdbeer Bananen Muffins

Zum Rezept für Erdbeer-Bananen-Muffins

No Bake Erdbeertörtchen

Auch rohvegane Törtchen kannst du super mit Erdbeeren zubereiten. Bei meinem Rezept für Erdbeertörtchen gibt es einen Boden aus Datteln und verschiedenen Nüssen und eine Creme auf Basis von Cashews und Erdbeeren, die du natürlich noch mit beliebig vielen frischen Früchten belegen kannst.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Zum Rezept für vegane No bake Erdbeertörtchen

Versunkener Erdbeer-Joghurt-Kuchen

Bei diesem Rezept werden die Erdbeeren dagegen gleich mitgebacken. Der versunkene Erdbeerkuchen hat einen einfachen Rührteig mit veganem Joghurt, die Früchte werden dann vor dem Backen hineingedrückt.

Erdbeer Joghurt Kuchen

Zum Rezept für versunkenen Erdbeer-Joghurt-Kuchen

Veganer Erdbeerkuchen

Der klassische Erdbeerkuchen darf natürlich in dieser Rezeptsammlung nicht fehlen. Für meine Interpretation habe ich einen veganen Biskuit gebacken, den mit reichlich frischen Erdbeeren belegt, mit einem klaren Guss überzogen und den Rand mit veganer Sahne und Mandelblättchen verziert.

veganer Erdbeerkuchen

Zum Rezept für veganen Erdbeerkuchen

Neuseeland- Highlights auf der Nordinsel

Bei einer Neuseeland-Reise stellt sich oft die Frage: Nord- oder Südinsel? Ich habe bei meinem Roadtrip beide bereist und teile hier meine Highlights von der Nordinsel mit dir. Dort kannst du spannende Städte erleben, zahlreiche Naturhighlights erkunden und mehr über die Maori-Kultur lernen.

Wanderweg an der Küste von Neuseelands Nordinsel

Auckland – Metropole am Meer

Auckland ist perfekt, um langsam in Neuseeland anzukommen. Aufgrund des langen Flugs und des 12-stündigen Zeitunterschieds plante ich hier einige Nächte zum Start meiner Reise ein. Einen Tag habe ich dann zum Erkunden der Stadt genutzt. Im Zentrum findest du die meisten Highlights zwischen Skytower und Hafen. Bummle durch die Queenstreet, entdecke Maori-Kunst in der Auckland Art Gallery und gehe zum Sundowner an den Hafen. Nach einem weiteren Tag, der für einen Ausflug genutzt wurde, haben wir in Auckland unseren Campervan abgeholt und sind in den Roadtrip gestartet.

Die Skyline von Auckland vom Hafen aus gesehen.

Mehr über die Stadt liest du in meinem Artikel: Ein perfekter Tag in Auckland

Hobbiton Movie Set – zu Besuch bei den Hobbits

Als großer „Herr der Ringe“-Fan war ich gespannt einige der Drehorte der Filme mit eigenen Augen zu sehen. Ganz besonders natürlich Hobbiton. Das Filmset liegt auf einer Schaffarm in der Nähe von Matamata und kann im Rahmen von geführten Touren besichtigt werden. Fun Fact: Ein Großteil der Besucher:innen hat die Filme nie gesehen. Dass sie dann trotzdem den, nicht ganz günstigen Eintrittspreis zahlen, spricht für das Filmset. Dabei läufst du in der Gruppe zwischen den typischen Hobbithöhlen hindurch, erfährst Hintergründe zu den Dreharbeiten und kehrst am Ende auf ein Getränk in den Grünen Drachen ein.

Das Haus von Sam Gamdschie im Hobbiton Movie Set

Mehr über meinen Besuch in Hobbiton liest du bald in meinem Artikel: Neuseeland-Highlights für „Herr der Ringe“-Fans

Waitomo Cave – Glühwürmchenhöhle

Die Waitomo Cave konnten wir in unsere Reiseroute durch Neuseeland nicht mehr einplanen, deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass wir sie im Rahmen eines geführten Ausflugs von Auckland aus doch noch besuchen konnten. Während meiner Reisen habe ich schon viele spannende Höhlen besichtigt, die Waitomo Cave hat mich aber besonders beeindruckt. Sie ist bekannt für die Glühwürmchen, die im Dunkeln an der Decke leuchten. Du kannst hier verschieden lange Touren buchen, teilweise auch mit Klettern und Rafting. Wir haben nur eine kurze Tour gemacht, bei der man durch einen Teil der Höhle läuft (über angelegte Wege und Treppen) und zum Schluss im Dunkeln im Boot über den Fluss fährt und dabei die Glühwürmchen an der Decke leuchten sieht.

Mit dem Boot geht es aus der Waitomo Cave.

Cathedral Cove – Die schönste Bucht auf der Coromandel-Halbinsel

Der erste Campingstopp auf unserer Route war die Coromandel-Halbinsel, auch hier stand ein bekannter Drehort auf dem Programm: Cathedral Cove. Hier wurde eine Szene für „Die Chroniken von Narnia“ gedreht. Die Landschaft ist aber auch abseits davon sehr beeindruckend. In der Hochsaison geht es vom großen Besucherparkplatz mit dem Shuttlebus (8 NZD p.P., zahlbar per Karte am Automaten) zum Ausgangspunkt an der Küste und dann noch etwa 30min. zu Fuß weiter bis zum Strand. Auf der linken Seite befindet sich dann schon die große Höhle und ein Durchgang zur nächsten Bucht. Am frühen Vormittag war auch noch nicht so viel los und wir konnten problemlos Fotos machen, auf dem Rückweg kamen uns dagegen mehrere größere Gruppen entgegen. Je nach Wasserstand musst du zum anderen Strand durchs Wasser laufen, denke daran bei deiner Kleider-/Schuhwahl.

Blick aus der Cathedral Cove auf den StrandFelsküste auf der Coromandel-Halbinsel

Ursprünglich hatte ich mir noch mehr interessante Stopps auf der Coromandel-Halbinsel herausgesucht. Am ersten Tag im Camper entschieden wir uns aber gegen viele Kilometer und nutzten die Zeit lieber dafür, uns erstmal gut für die nächsten Wochen einzurichten. Auch den Hot Water Beach, der sich in der Nähe der Cathedral Cove befindet, ließen wir aufgrund von sehr warmen Temperaturen aus.

Rotorua – Unterwegs in der vulkanischen Zone

Rotorua liegt mitten in der Taupo Volcanic Zone und ist geprägt von vulkanischer Aktivität. Überall in der Umgebung gibt es Geothermal Areas mit heißen Quellen, sprudelnden Geysiren und blubbernden Schlammtöpfen. Viele davon kannst du besichtigen. Zu den bekanntesten gehört wohl das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland mit dem Champagne Pool und dem Lady Knox Geysir. Mir hat hier besonders der lange, abwechslungsreiche Rundweg gefallen.

Der rötliche Kraterrand des Champagne Pool bildetet einen schönen Kontrast zum tiefblauen Wasser.

Wenn du mehr über die Maori-Kultur lernen möchtest, kannst du das gut in Rotorua machen. Hier gibt es mehrere Maori-Dörfer, die Führungen und Präsentationen (auch mit dem berühmten Haka) anbieten. Wir haben eine Führung im Whakarewarewa mitgemacht, ein Dorf, das tatsächlich noch bewohnt wird. Hier gab es interessante Einblicke in den Alltag der Maori im Zusammenspiel mit den heißen Quellen, die es auch um das Dorf herum gibt.

Versammlungshaus im Whakarewarewa Maori Village in Rotorua

Auch darüber hinaus ist Rotorua ein beliebtes Ziel für Reisen und es werden zahlreiche weitere touristische Aktivitäten angeboten. Von Wanderungen auf einem Baumwipfelpfad über heiße Schlammbäder bis zu Vorführungen auf einer Schaffarm. Wir haben die Gelegenheit genutzt und eine Kiwiaufzuchtstation besucht. Mehr darüber liest du in meinem Artikel über Rotorua.

Tongariro-Nationalpark – Wandern im ältesten Nationalpark Neuseelands

Der Tongariro-Nationalpark lockt mit schroffen Vulkanlandschaften, tollen Wanderrouten und spannenden „Herr der Ringe“-Drehorten. Bei mir stand er ganz oben auf der Liste der Orte, die ich auf Neuseelands Nordinsel besuchen wollte. Mit ein Grund dafür war auch das Tongariro Alpine Crossing, eine etwa 20 km lange Tageswanderung mitten durch den Nationalpark. Vor Ort entschied ich mich doch kurzfristig gegen die anspruchsvolle Route und unternahm stattdessen ein paar einfachere Wanderungen. Die waren aber nicht weniger schön und boten neben tollen Panoramen, Wasserfällen und Vulkanlandschaften auch noch super grüne Regenwälder.

Felsige Landschaft und Vulkankegel im Tongariro Nationalpark

Mehr zu meinen Routen liest du im Artikel zu einfacheren Wanderungen im Tongariro-Nationalpark.

Napier – Art-Déco-Stadt mit flair

Manche Highlights entdeckt man auf Reisen ganz zufällig, so war es auch mit der Stadt Napier. Die liegt an der Ostküste der Nordinsel und war ursprünglich nur als Zwischenstopp auf dem Weg vom Tongariro nach Wellington eingeplant. Das süße Stadtzentrum hat uns dann aber besonders positiv überrascht. Hier findest du viele Gebäude im Art-Déco-Stil, die der Stadt ihren Beinamen verschafft haben. Außerdem gibt es eine schöne Promenade und einen langen, schwarzen Sandstrand.

Art-Deco-Gebäude und Palmen im Zentrum von NapierSchwarzer Sandstrand an der Küste bei Napier

Übernachtet haben wir in der Nähe auf einem schönen Campingplatz mit Blick auf den Strand. Von dort aus konnten wir am Nachmittag sogar noch ein Weingut besuchen, um dort ein kleines Weintasting zu machen.

Unser Campervan auf dem Platz am Strand bei Napier

Wellington – windige Hauptstadt

Bevor wir die Nordinsel mit der Fähre Richtung Südinsel verließen, wartete in Wellington nochmal etwas Großstadtfeeling auf uns, auch wenn wir das aus Zeitgründen auf ein paar wenige Stunden begrenzen mussten. Nachdem wir mit dem Campervan nach einigem Suchen einen Parkplatz im Zentrum gefunden hatten, ging es mit der roten Cable Car hinauf zum Botanischen Garten. Von hier hast du einen tollen Ausblick über die Stadt. Auch der Garten selbst lohnt sich mit schönen Spazierwegen und kleinen, thematisch angelegten Beeten. Zurück ging es wieder entlang der Waterfront, wo es wie oft in Wellington ganz schön windig war, und am nächsten Morgen früh auf die Fähre.

Ausblick von der Bergstation der roten Cable Car auf WellingtonBlick auf den Rosengarten im Botanischen Garten Wellington

Häufig Fragen:

Wie viel Zeit sollte ich für Neuseelands Nordinsel einplanen?

Wenn du beide Inseln bereisen möchtest, würde ich mindestens eine Woche auf der Nordinsel empfehlen. Bei meinem Roadtrip hatte ich etwa 10 Tage dort zur Verfügung. So waren die Fahrstrecken überschaubar und das Programm nicht zu dicht getaktet. Du kannst aber auch locker zwei bis drei Wochen und deinen kompletten Neuseeland-Urlaub auf der Nordinsel verbringen.

Welche Highlights gibt es noch auf Neuseelands Nordinsel?

Zeitbedingt mussten wir einige spannende Stopps auf der Nordinsel auslassen. Ich wäre z.B. gerne bis ganz in den Norden zum Cape Reigna gefahren, das hätte aber viel Strecke in kurzer Zeit bedeutet. Hier solltest du 3-5 weitere Tage einplanen. Außerdem hätte ich gerne noch den Mount Taranaki im Westen besucht. Auch in den einzelnen Regionen, etwa in Rotorua, Tongariro oder auf der Coromandel-Halbinsel, gibt es noch mehr zu sehen und zu unternehmen. In Wellington wäre auch die Weta Cave, eine Ausstellung mit Requisiten aus verschiedenen Filmen (u.a. Herr der Ringe) spannend gewesen. Aber natürlich muss man mit begrenzter Zeit immer irgendwelche Abstriche machen. Für die anderen Orte muss ich dann irgendwann nochmal wiederkommen.

Wie bin ich am besten unterwegs?

Wir waren mit einem Campervan unterwegs, den wir über Camperdays* (Affiliate-Link) gemietet haben. Den konnten wir in Auckland abholen und in Christchurch wieder abgeben. Übernachtet haben wir auf verschiedenen Campingplätzen, immer mit Stromanschluss. Da wir zur Hochsaison unterwegs waren, haben wir lieber vorab gebucht und haben auf einfache Freedom Campingplätze verzichtet.

Mit Camper oder Mietwagen bist du generell am flexibelsten, denn außerhalb der Städte gibt es nur wenige andere Transportmöglichkeiten. Allerdings gibt es in Neuseeland auch Fernbusse und der Northern Explorer verbindet Auckland und Wellington auf Schienen und mit Routen durch traumhafte Landschaften. Außerdem kannst du geführte Ausflüge z.B. aber Auckland oder Rotorua buchen.

Rezept: (Erdbeer-)Marmelade selbst einkochen – Tipps & Tricks

Willst du wissen, wie du den Geschmack der leckeren, reifen Sommerfrüchte auch über die Saison hinaus haltbar machen kannst? Die wohl einfachste Methode ist es, daraus Marmelade zu kochen. Hier findest du mein Rezept für Erdbeermarmelade und meine erprobten Tipps und Tricks, um Marmelade selbst einzukochen.

verschiedene Gläser mit frisch gekochter Erdbeermarmelade und ein paar frische Erdbeeren

Zutaten für ca.8-10 kleinere Gläser:
1,5kg reife Erdbeeren
500g Gelierzucker Verhältnis 3:1
1-2EL Zitronensaft (optional)

Zubereitung:
1. Die reifen Früchte waschen, das Grün und ggf. matschige Stellen entfernen und genau 1,5kg abwiegen.
2. In einem Topf pürieren und mit dem Gelierzucker und optional dem Zitronensaft verrühren. Dann die Masse vorsichtig aufkochen lassen, dabei ständig umrühren.
3. Alles für mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen lassen und dabei weiter kräftig umrühren.
4. Dann direkt in vorher heiß ausgespülte Gläser abfüllen. Dabei aufpassen, dass keine Marmelade am Rand kleben bleibt. Die Gläser luftdicht verschließen und abkühlen lassen.

Lagere die Marmelade am besten an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort (z.B. im Keller). Dann ist sie gut noch 6-12 Monate, teilweise auch noch länger, haltbar. Angebrochene Gläser solltest du im Kühlschrank aufbewahren.

verschiedene Gläser mit frisch gekochter Erdbeermarmelade und ein paar frische Erdbeeren

In meiner Familie kochen wir schon, seit ich Kind war, Marmelade selbst. Die schmeckt immer besser als gekaufte, enthält meist weniger Zucker und keine Zusatz- oder Konservierungsstoffe. Außerdem achten wir meist darauf, regionale und sehr reife Früchte zu verwenden. Die kaufen wir selbstverständlich in der Saison, möglichst dann, wenn die Früchte am günstigsten sind. Neben Erdbeermarmelade kochen wir oft Marmelade aus Aprikosen oder Pflaumen, manchmal auch aus anderen Früchten. Bei den Kombinationen und Aromen kannst du kreativ werden. Wichtig ist nur, das richtige Verhältnis zwischen Fruchtmasse und Gelierzucker einzuhalten.

Meine Tipps und Tricks um Marmelade selbst einzukochen

1. Verwende nur einwandfreie, reife Früchte

Man könnte ja denken, die Früchte werden sowieso püriert, da ist es nicht so schlimm, wenn mal eine angematschte oder leicht braune dabei ist. Aber je besser die Qualität der Früchte, desto besser wird auch die Marmelade. Darum solltest du möglichst reife Früchte verwenden und Stellen, die schon etwas faulig werden, lieber wegschneiden.

2. Nimm wirklich 1,5kg geputzte Früchte

Wenn du aus 1,5kg Früchten Marmelade kochen möchtest, reicht es nicht 1,5kg zu kaufen. Fertig geputzt und ohne Grün oder ohne Kerne sind es nicht mehr 1,5kg. Darum kaufe lieber mehr, damit du, vor dem Pürieren, wirkliche auf 1,5kg Früchte kommst und das Verhältnis zum Gelierzucker stimmt.

verschiedene Gläser mit frisch gekochter Erdbeermarmelade und ein paar frische Erdbeeren

3. Spüle die Gläser vorher mit heißem Wasser aus

Damit deine selbst eingekochte Marmelade auch lange hält, solltest du die Gläser, in die du später die heiße Marmelade füllst, vorher gut mit heißem Wasser ausspülen. Dadurch entfernst du mögliche Keime und Bakterien, die zu Schimmelbildung führen können.

4. Gib etwas Zitronensaft dazu

Wenn du etwas Zitronensaft zur Fruchtmasse gibst, nimmst du mit einer zusätzlichen Zutat gleich zwei Vorteile mit. Einerseits sorgt das enthaltene Pektin für eine bessere Gelierung der Marmelade, der höhere Säuregehalt senkt außerdem den pH-Wert, was zu einer langsameren Oxidierung der Marmelade führt. Dadurch behält sie ihre kräftige Farbe nach dem Einkochen länger.

5. Fülle die Marmelade in kleinere Gläser

Zum Abfüllen der Marmelade eignen sich praktisch alle gut verschließbaren Gläser. Ich verwende meist alte, ausgespülte Konservengläser z.B. von eingelegtem Gemüse, veganer Mayonaise oder Pesto. Kleine Gläser haben allerdings den Vorteil, dass hier bei geschlossenem Deckel weniger Sauerstoff im Glas ist. Der sorgt mit der Zeit dafür, dass die Marmelade oxidiert und sich z.B. die Erdbeermarmelade leicht bräunlich verfärbt. Verzögern kannst du diesen Prozess auch, indem du die Marmelade bis ca. 0,5cm unter dem Rand einfüllst.

verschiedene Gläser mit frisch gekochter Erdbeermarmelade und ein paar frische Erdbeeren

Weitere Rezeptideen:
Vegane Erdbeer-Cupcakes
Rhabarberkompott einkochen
Vegane Brioche Croissants